Die Autorin

Natalie Winter
Natalie Winter, Chronistin der Shifter Cops
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Eigentlich… ja, eigentlich sollte hier ein kurzer Text stehen, ein bis zwei Absätze über mich und die Bücher, die ich schreibe.

Warum Sie sich nun doch mit mehr Worten plagen müssen, falls Sie neugierig genug sind?

Das hat zwei Gründe. Zum einen ist das Schreiben von Romanen keine so einsame Arbeit, wie ich es mir vor zwei Jahrzehnten in jugendlicher Träumerei immer vorgestellt habe. Es gibt tatsächlich irgendwo da draußen Menschen, die wissen wollen, wer ich bin (für mich ist das immer noch erstaunlich). Zum anderen möchte ich angehenden Autoren, die sich hierher verirren, eines mit auf den Weg geben: Sie schaffen es. Und das kann ich am besten, indem ich erzähle, wie ich zum Schreiben gekommen bin.

Natürlich habe ich schon immer gern gelesen. Mein immer fängt tatsächlich mit dem Pixibuch an und zieht sich bis heute quer durch alle Genres. Krimis, Liebesromane, Fantasy, Klassiker – ich verschlinge sie alle. Und wie viele andere Autoren habe ich schon immer gern geschrieben. Eine Autorin, die vom Schreiben leben kann, wurde ich jedoch erst vor relativ kurzer Zeit: 2015 wurde es ernst.

Vorher habe ich das getan, was viele andere auch tun, die Bücher lieben. Ich habe Germanistik studiert, das Studium der Liebe wegen abgebrochen (ich schreibe Liebesromane, klar), habe gejobbt in Fabriken, in Bäckereien, im Einzelhandel und als Babysitter, was von allen Jobs so ziemlich der grausigste für mich war. Irgendwann mit Anfang Dreißig kam die Umschulung zur Buchhändlerin. In diesem Job blieb ich mehr als ein Jahrzehnt. Es war der Himmel, schließlich durfte ich den ganzen Tag über Bücher reden; es war aber auch die Hölle, denn als Buchhändlerin ist man Beichtmutter, Ärztin, spirituelle Lebensberaterin, Krisenmanagerin und manchmal auch Babysitter (siehe oben). Ich leitete eine kleine Filiale, war glücklich und zufrieden. Bis die Filiale dicht machte im Zuge des großen Buchhandlungssterbens und ich mir einen neuen Job suchen musste.

Mir war ziemlich schnell klar, dass es ein mühseliges Unterfangen war, also machte ich mich als Texterin selbstständig. Die Entscheidung war wirklich so einfach, wie sie klingt, auch wenn das erste Jahr ziemlich hart war. Als Buchhändlerin wird man nicht gut bezahlt, aber Texte über Motocross oder Bunjeejumping für einen Preis von 1 Cent pro Wort zu schreiben war eine harte Erfahrung.

Aber diese knappen, 300 Worte zählenden und mager bezahlten Texte hatten mir gezeigt, dass ich gut mir Worten umgehen konnte. Ich schrieb in meiner Freizeit eifrig weiter an meinem ersten Buch, und das ein paar Jahre lang, ohne jemals zum Schluss zu kommen. Es wurde viel geweint, noch mehr Tee getrunken, und ich war heillos in den Bösewicht verliebt. Das Buch wurde nie veröffentlicht, aber … irgendwann las ich auf einer Internetplattform das Gesuch einer Agentur, die Autorinnen zum Schreiben von Liebesromanen suchte. Und ich schickte als Leseprobe eine heiße Szene mit dem Bösewicht und der Heldin ein. Diese Email hat mich Nerven und Mut gekostet, aber sie hat sich gelohnt.

Das war der Punkt, an dem ich wirklich zur Autorin wurde. Ich schrieb Liebesromane, die deutlich besser bezahlt wurden als die Texte übers Ferrarifahren, und es machte mir wahnsinnigen Spaß. Ich wurde besser. In meinen Romanen wurde weniger geweint, dafür mehr geküsst. Dann kamen die Werwölfe ins Spiel und andere paranormale Gestalten. Für mich war und ist es immer noch, als wäre ich in meinem ganz persönlichen Himmel angekommen.

 

Ich schreibe immer noch als Ghostwriter und liebe, liebe, liebe diesen Job. Aber inzwischen sind auch Bücher für Verlage entstanden, die unter meinem eigenen Pseudonym Natalie Winter erscheinen. Der wunderbare Dryas Verlag war der erste, der mir eine Chance als Verlagsautorin gab. Ein zweiter Verlag kommt demnächst hinzu.

Falls Sie neugierig auf die Frau hinter den Geschichten waren, wissen Sie jetzt etwas mehr über mich. Falls Sie ein angehender Schreiber sind, dann sollte Ihnen klar sein, dass auch Sie es schaffen können. Bleiben Sie hartnäckig, auch wenn das Leben dazwischen kommt. Seien Sie nicht zu streng mit ihrem ersten Buch. Und schreiben Sie weiter.

Ich hab´s schließlich auch getan, und Sie sehen ja, was dabei herausgekommen ist.

PS: Falls Ihre Neugierde noch nicht gestillt ist, schauen Sie gerne auf meiner privaten Facebookseite vorbei oder auf der Autorenseite von Natalie Winter. Lassen Sie einen Kommentar da, oder schauen Sie sich um. Wenn ich nicht gerade schreibe oder mit dem Hund unterwegs bin, bin ich dort erreichbar.